Roundtrip – Cambodia
Montag, 17. Aug. 2009:
Am Flughafen angekommen, gaben wir erst mal unser Gepäck auf, um uns dann einen schönen McMorning zu gönnen! Ein Hoch auf die gesunde Ernährung!
Dann flogen wir in 2Std. nach Cambodia, zahlten die 20USD für unser Visum bei der Einreise und 7 USD für die 20 minütige Fahrt in die Stadt. Das ist mehr, als unser Taxifahrer an einem ganzen Tag verdient! Das Hostel zu dem es ging hatten wir schon vorab gebucht und war richtig gut! Es war kein Problem, dass wir noch nachträglich was zum Frühstück bekamen und dann konnte es auch schon direkt zum Sightseeing losgehen. Da die Tempelanlagen relativ weitläufig sind, nahmen wir das Angebot unseres Taxifahrers an, uns für 25USD den ganzen Tag herum zu fahren und Tips zu geben. Die Tempelanlagen an sich sind absolut beeindruckend und riesig! Wenn man bedenkt, dass sie teilweise über 1000 Jahre alt sind, ist es erstaunlich, was Menschen damals schon gebaut haben. Und da im Moment Regenzeit ist, war es sogar gar nicht mal so voll! Teilweise sind die Tempel schon großteils renoviert, teilweise werden sie grade renoviert und teilweise sind sie noch in ihrem alten Zustand und mit Wurzeln überwuchert. Ganz zum Schluss schauten wir uns dann Angkor Wat an. Das ist nur einer der Tempel im Angkor National Park und wird aber meistens als Name für die gesamte Anlage benutzt. Beim Wetter hatten wir sogar richtig Glück. Trotz Regenzeit war es den ganzen Tag über sonnig, bzw. leicht bewölkt! Abends ging es dann erst mal eine kleine Runde in den Pool und anschließend zur Pubstreet. Das ist eine Straße nur mit Restaurants und Clubs für Touristen. Bezahlt wird durchgängig mit USD und generell konnte man dort echt gut sitzen und ausspannen! Sebastian hatte sich dort auch mit einer Freundin aus Düsseldorf verabredet, die zurzeit auch in Kuala Lumpur ist und so aßen wir erst was und tranken dann noch ein Bier mit ihr!
Dienstag, 18. Aug. 2009:
Am Dienstag machten wir dann eine große Tempeltour. Groß, weil die Tempel ein Stück weit auseinander liegen und man weiter fahren muss. Zuerst schauten wir uns einen Tempel an, der als Krematorium diente. Dann ging es durch einige Dörfer zu einem besonders schönen Tempel. In einigen Dörfern stiegen wir aus, um uns ein wenig genauer umzuschauen. Was uns dort aber schon erschreckte war, dass die Menschen dort absolut touristisch eingestellt waren. Kaum hielt man an, kamen kleine Kinder mit Souvenirs an. Tja, das ist halt die Verwestlichung der Welt. Die Menschen sind dort teilweise so arm, dass selbst einfache Studenten auf einem Rucksacktrip im Gegensatz zu ihnen wie Millionäre sind… Der Tempel selbst war dann richtig schön! Es waren überall Figuren und Symbole in den Sandstein gehauen und alles war total verziert! Anschließend hielten wir an einem Landmienen Museum. Cambodia ist aufgrund des Bürgerkriegs noch total vermient und in vielen Dörfern können die Menschen kaum Landwirtschaft betreiben, weil es lebensgefährlich wäre die Felder zu betreten. Es gibt jedoch Menschen, die mühselig Quadratmeter für Quadratmeter absuchen und das Land so bereinigen. Eine super mühselige Arbeit! Das Museum stellte diese Arbeit ein wenig dar und der Eintritt half, das Projekt ein klein wenig zu unterstützen. Danach schauten wir uns noch mal einen überwucherten Tempel an und aßen eine Kleinigkeit. Danach ging es mit dem Auto zu einem See, wo man eine Bootstour zu einem schwimmenden Dorf machen konnte. Das schlug mal wieder mit 15USD zu Buche, aber angeblich sollte das Geld dafür verwendet werden, dass die Kinder dort zur Schule gehen können und um eine Infrastruktur aufzubauen. Es war schon interessant – in Booten von 3x5m lebten komplette Familien mit 3-4 Generationen auf engstem Raum. Gebadet und gewaschen wurde im See und gefischt wurde auch von dort. Unser Guide war ein kleiner Cambodianer, der in der Schule schon gut Englisch gelernt hatte und sein Onkel war der Bootsführer. Sie ließen uns sogar auch mal ein wenig fahren. Zwischendurch ging es zu einem Restaurant wo man Schlangen und Krokodile sehen konnte und anschließend vermutlich was trinken sollten! Aber wir nutzten die Möglichkeit uns eine Schlange um den Hals legen zu lassen. Die Boa war jedoch so ruhig, dass wir vermuteten sie war für die Touristen medikamentös ruhig gestellt! Zum Schluss wurden wir jedoch noch mal absolut enttäuscht, als wir dem Fahrer ein kleines Trinkgeld gaben. Ein Schild über ihm forderte uns schon auf ihm etwas zu geben und als wir dem kleinen Jungen 2USD in die Hand drückten, schaute er mich enttäuscht an, ob ich ihm nicht 5 geben könnte, er könnte davon zur Schule gehen! Ich hab echt gedacht, mir fällt der Kit aus der Brille! Sein Onkel verdient 25USD im Monat als Fahrer. Das ist so, als würde bei uns einer 200€ Trinkgeld bekommen und dann fragen, ob er nicht 500€ haben könnte! Im Nachhinein hätte ich ihm das Geld wieder aus der Hand nehmen sollen! Hab ich aber zu spät drüber nachgedacht! Stattdessen hab ich ihm noch mal erklärt, was ein Trinkgeld überhaupt ist und dass das unverschämt war, was er gemacht hat! K.A. ob er das verstanden oder akzeptiert hat! Wahrscheinlich hat es vorher schon oft genug funktioniert! Nach der Boots Tour fuhren wir noch mal zum Tempel zurück, weil wir uns gerne den Sonnenuntergang anschauen wollten. Hat leider nur halb geklappt, denn eine riesige Wolke machte uns einen Strich durch die Rechnung! Dafür hab ich mal wieder gesehen, wie klein die Welt ist! Oben auf dem Tempel, von dem wir den Sonnenuntergang anschauen wollten, traf ich Stefan den ich in Tokyo beim StuSti Treffen kennen gelernt hatte! Er hatte in Beijing studiert und machte zurzeit auch einen Roundtrip! Unglaublich, wen man wo noch mal wieder trifft!
Wir quatschten noch was und machten uns dann total kaputt auf den Heimweg. Im Hostel gab es lecker BBQ und wir spannten ein wenig aus, um fit für den nächsten Tag zu sein!
Mittwoch, 19. Aug. 2009:
Für Mittwoch hatten wir eine Tour zu einem Wasserfall gebucht. Los ging es morgens mit einem Van und wir fuhren 2 ½ Std über Straßen, die holperiger und holperiger wurden. Zum Schluss waren es nur noch Feldwege die mit Schlaglöchern übersät waren und wo in den Lehm durch den ganzen Regen immer tiefere Schlaglöcher gespült wurden. Auf unserem Weg überholten wir etliche Vans und Transporter, die über und über mit Cambodianern bepackt waren. Die Menschen waren auf dem Weg zu einem Buddha Tempel, um dort zu beten. Dieser Tempel war auch unser Ziel. Leider Machte die Regenzeit an dem Morgen zum ersten Mal ihrem Namen alle Ehre! Es regnete wie Hölle und so wurden wir auf dem kurzen Weg vom Van zum Tempel klatschnass… Der Buddha war aber total interessant. Er war in die Spitze eines kleinen Berges in den Stein gehauen und um ihn herum war eine Pagode gebaut worden. Für uns war es ganz interessant, aber für die Cambodianer war er absolut heilig. Die Menschen kamen aus allen Teilen des Landes, um dort für 3 Tage zu beten. Gecampt wurde dafür auf einem einfachen Steinfeld, die Menschen wuschen sich im Bach und geschlafen wurde mit einem einfachen Poncho als Regenschutz an auf dem nackten Boden. An dem Fluss schauten wir uns auch noch eine andere heilige Stätte an, das Flussbett war komplett mit Steinplatten voller Symbole ausgelegt. Und das ganze war 1000 Jahre alt. Mal wieder beeindruckend, was die Menschen damals schon bauten! Anschließend fuhren wir zum Wasserfall weiter um dort erst mal zu picknicken. In der Tour war auch Essen vom Hostel aus inklusive. Anschließend stiegen wir einige Treppenstufen hinab, um zur großen Stufen des Wasserfalls zu kommen. An dieser Stelle stürzt das Wasser 30m in die Tiefe. Normalerweise kann man dort auch super schwimmen, das Wasser ist sonst total klar! Da es jedoch vorher leider geregnet hatte, war das Wasser total braun vor lauter Erde und unser Guide meinte wir sollten das Schwimmen eher lassen. Danach ging es wieder die 2 Std zurück. Abends gingen wir noch mal zur Pubstreet und aßen ne Pizza. Anschließend trafen wir noch Stefan und seine Freunde auf ein Bier und machten uns dann wieder auf zurück ins Hostel, denn am nächsten Morgen kam das Taxi mal wieder im halb 6 um uns zum Flughafen zu bringen.
Donnerstag, 20. Aug. 2009:
Am Donnerstagmorgen kam dann Mr. Kim, unser Fahrer von den Tagendavor und brachte uns zum Flughafen. Als wir ausstiegen, bedankte er sich noch einmal ausführlichst bei uns, dass wir ihn als Fahrer genommen hatten. Wir wollten grade ins Terminal gehen, als mich ein junger Cambodianer ansprach, ob ich Mr. Tabias sei? Es war Riet gewesen. Ich hatte ihn am Abend vor unserem Abflug per Mail kontaktiert gehabt, weil ein paar Freunde ihn als Guide privat kennen gelernt hatten. Leider hatten wir uns verpasst. Aus irgend einem Grund war er aber an dem Morgen unseres Abflugs in unser Hostel gekommen um uns abzufangen, nur wir fuhren ihm vor der Nase weg. Daraufhin folgte er uns die 20min Strecke bis zum Flughafen. Super nett. Es wäre bestimmt interessant gewesen, ihn als Führer gehabt zu haben. Aber dafür war es leider zu spät. Für uns ging es weiter zum Check-In, dann 25USD Ausreisegebühr zahlen und ab in den Flieger. Cambodia war super interessant und die Tempelanlagen und auch die Menschen haben mich total beeindruckt. In Kuala Lumpur angekommen, ruhten wir uns dann erst mal im Hostel was aus und gingen abends erst zu den Petronas Towers (die Zwillingstürme) um noch mal ein paar Fotos zu machen und dann in die KL Skybar. Das ist ein Bar gegenüber von den Türmen, von der aus man einen super Blick auf Dieselbigen hat! Dann ging es zurück ins Hostel um noch mal 3 Std. zu schlafen um dann wieder mit dem Taxi zum Flughafen zu fahren und nach Hanoi zu starten. Davon werd ich dann beim nächsten Mal berichten!
Die Bilder zu Cambodia gibt’s hier!
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Tags:Angkor Wat, Cambodia, Tempel

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